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Lust auf Barock
Harmonie Bürstadt besucht Ludwigsburg



Mehr als 300 Jahre jung und drei Jahrhunderte alt. Eine Stadt als barockes Gesamtkunstwerk aber auch mit venezianischem Flair und italienischen Momenten, so beschreibt sich die Stadt Ludwigsburg auf seinen Einladungen an Touristen. Für Harmonie-Reiseleiter Detlev Stoltz war dies der Anlass, die in der Nähe von Stuttgart am Neckar gelegene Stadt mit knapp 100 000 Einwohnern zum Ziel des diesjährigen Vereinsausflugs des MGV Harmonie Bürstadt zu machen. Einige enttäuschte Gesichter und bange Blicke auf die Wetterapps der Handys gab es beim Einsteigen in den Bus am Bürstädter Bahnhof, denn es regnete. Würde man das geplante Frühstück am Bus im trockenen einnehmen können, war die Frage. Kurz vor dem ersten Etappenziel hörte der Regen auf und die Sonne ließ sich blicken. Monrepos, französisch „Meine Ruhe“ nannte König Friedrich die 1804 vollendete Anlage mit Rokokoschloss an einem See in der Nähe von Ludwigsburg. Auf einem großzügigen Parkplatz unweit des Sees wurde ein kleines Frühstücksbuffet aufgebaut, das sich alle Reiseteilnehmer munden ließen. Für eine kleinen Spaziergang zum Schloss und dem See war Zeit genug. Dass diese Landschaft ihren Reiz hat, hatte offensichtlich auch die Belgische Fußballnationalmannschaft erkannt, die in dem am See gelegenen Schlosshotel ihr Quartier für die Fußball-Europameisterschaft bezogen hat. Die Harmonieler konnte sie bei der Abfahrt in ihrem von Polizei eskortierten Bus bestaunen.
Das zweite Etappenziel war das von einem großzügigen Park umgebene Residenzschloss. Dieses dreiflügelige Barockschloss mit 420 Zimmern, von vielen Besuchern mit Versailles verglichen, zählt zu den größten original erhaltenen Schlössern Europas. Beim Rundgang durch den Schlosshof mit Blick auf den imposanten Schlossgarten, der als „Blühender Barock“ bekannt ist berichtete eine Gästeführerin locker über die Entstehungsgeschichte des Schlosses durch mehrere Herrscher, denen das Bauwerk nie groß genug war, und zur Erweiterung der Schlossanlage der ohnehin armen Bevölkerung noch das Letzte von deren Besitz abverlangte.
Mit dem eigenen Bus ging dann die Fahrt durch die Stadt vorbei am Torhaus und der neubarocken Friedenskirche, von Ferne sah man das fein herausgeputzte Jagd- und Lustschlösschen Favorite, nochmals zu dem in Privatbesitz befindlichen und deshalb nicht öffentlich zugänglichen Rokoko-Meisterwerk Monrepos. Die Gästeführerin wusste auch hier zu Schloss, Park und See allerlei Interessantes zu berichten. Am prachtvollen Marktplatz der Stadt, auch bekannt für einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt, endete die Stadtführung. Die Reiseteilnehmer ließen sich in einem der zahlreichen Cafés Kaffee und Kuchen munden, bevor die Fahrt zum dritten Etappenziel, einem Bauereirestaurant in Zuzenhausen, angetreten wurde. Dort, in unmittelbarer Nähe des Jugendleistungszentrums der TSG Hoffenheim, wurde zum Abschluss der Reise ein Abendessen eingenommen. Nach zwölfstündiger Abwesenheit kamen die Bürstädter gut gelaunt in ihrer Heimatstadt an.