Vereinsausflug 2017 - Harmonie

MGV Harmonie 1899 Bürstadt e.V.
Letzte Änderung: 13.01.2019 Ehrung von Michael Held
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Vereinsausflug 2017

Bildergalerie > 2017
 
Durch sonnige Täler auf verschneite Gipfel
 
Harmonieler auf Elsass Tour vom 27.bis 30. April 2017

 
„Wenn die Harmonie verreist, scheint die Sonne“. An dieser Spruchweisheit zweifelten wegen der Wettervorhersage nicht wenige Harmoniemitglieder als sie in Bürstadt in den Bus stiegen, um in das Markgräfler Land in die Nähe von Freiburg aufzubrechen. War es bei der Abfahrt noch bewölkt, so zeigte sich bei der ersten Zwischenstation der Reise in Wachenheim an der Weinstraße schon die Sonne. In einer Sektkellerei erfuhren die Reiseteilnehmer einiges über die Herstellung des nur im Fachhandel erhältlichen Qualitätssekts. Dass dieser bedeutend besser als das im Supermarkt erhältliche Massenprodukt aus demselben Hause schmeckt, stellte sich schnell bei den genossenen Proben heraus, die gemeinsam mit einer rustikalen Vesper verzehrt wurden.
 
Der Sonnenschein wurde im zweiten Etappenziel der Anreise schmerzlich vermisst. Nicht wenige Bürstädter verzichteten in Baden-Baden bei zwar trockenem aber kaltem Wetter auf  den Bummel durch den blühenden Kurpark oder die Einkaufsstraßen, sondern zogen  den Besuch eines Cafés vor.
 
Während der Weiterfahrt zum Hotel in Schallstadt-Wolfenweiler machte Harmoniereiseleiter Detlev Stoltz auf den berühmten Sohn der kleinen Gemeinde aufmerksam. Dort wurde um 1473 der Metzgersohn Martin Waldseemüller geboren, der als Kartograf Karriere machte und 1507 die erste Weltkarte erstellte, auf der er den von Kolumbus neu entdeckten Kontinent nach dem Florenzer Kaufmann und Seefahrer Amerigo Vespucci „America“ benannte. Weiteres über Wolfenweiler und das Markgräfler Land erfuhren die Harmonieler im Rahmen einer Weinprobe bei heimischen Gewächsen und Käse im Gewölbekeller des Hotels.
 
Einen Tag voller Sonne und interessante Eindrücke erlebten die Reiseteilnehmer bei dem Besuch von Colmar. Die den Bus zwei Tage begleitende Gästeführerin machte schon unterwegs auf Sehenswertes aufmerksam und führte ihre Gäste in viele Winkel der Stadt. Bevor danach das ebenfalls von Touristen gern besuchte Fachwerk-städtchen Riquewihr aufgesucht wurde, genossen die Harmonieler bei dem beliebten Picknick am Bus von einem Hochplateau aus den Blick über die blühende Ebene des Elsass, und auf die schneebedeckten Gipfel der Vogesen. Durch das Gebiet des Kaiserstuhls und dessen bekannte Weinorte ging die Fahrt zurück zum Hotel.
 
Die Vogesen waren am nächsten Tag das Ziel der Gruppe. Bei strahlendem Sonnenschein wurde zunächst das malerische Städtchen Kaysersberg, der Geburtsort Albert Schweizers, aufgesucht. Neben den zahlreichen historischen Gebäuden und der Kirche beeindruckte eine von zahlreichen Uniform- und Fahnenträgern begleitete Gedenkfeier zu Ehren gefallener Soldaten. Von den blühenden Gärten im Tal schlängelte sich der Reisebus Kurve um Kurve hinauf zu der früher zu militärischen Zwecken angelegten Vogesenhochstraße. Am Col de la Schlucht wurde in einer 1139 Meter hoch gelegenen Brasserie, einer ehemaligen Zoll- und Poststation,  ein sogenanntes regionaltypisches „Melkeressen“ eingenommen: Fleischpastete mit Rohkostsalaten, Kartoffelbrei mit Kassler und grünem Salat, Munster Käse und einem Stück Heidelbeerkuchen zum Nachtisch. Ein sehr deftiges und reichliches Essen. Ein Stopp an aussichtsreicher Stelle lud zur Schneeballschlacht ein, denn Schnee gab es reichlich. Bei immer wieder beeindruckender Aussicht auf der Fahrt in das blühende Tal hinunter und der Rheinüberquerung bei Breisach erfuhren die Bürstädter von der Gästeführerin noch allerlei über Land und Leute. Die am Mittag aufgenommenen Kalorien, die am reichlichen Abendbuffet im Hotel noch Zuwachs bekamen, konnten beim anschließenden Tanzabend wenigstens teilweise abgebaut werden.
 
Auch der letzte Tag der Reise verwöhnte durch viel Sonne und fast sommerliche Temperaturen als die Harmonieler Straßburg, die Metropole des Elsass, per Panoramaboot von dem Flüsschen Ill aus kennen lernten. Nach einem Besuch des Münsters und der engen Gassen der Altstadt zu Fuß oder per Minizug wurde die Heimreise angetreten, bei der man sich dazu entschied, im kommenden Jahr vom 26. bis 29. April  in das  Münsterland zu fahren. Dass die eingangs erwähnte Spruchweisheit zutrifft, zeigten die nächsten Tage:  Sie waren regnerisch und kalt.
MGV Harmonie 1899 Bürstadt e.V.
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