Fahrradtour 2017 - Harmonie

MGV Harmonie 1899 Bürstadt e.V.
Letzte Änderung: 01.05.2019 Ehrungen,Termine,Vorstand
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Fahrradtour 2017

Bildergalerie > 2017
 
Fahrradtour 25.06.2017
 
 
Zwischen Beton und Stahl
 
Harmoniefamilie in der Wormser Rheinbrücke
 
Über die neue Rheinbrücke von Worms nach Hessen  sind viele Bürstädter schon häufig gefahren. Und so mancher wird sich gefragt haben: Wieso hält diese Brücke etwa 25.000 Fahrzeuge täglich aus? Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, hat Harmonie-Reiseleiter Detlev Stoltz mit dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz eine Besichtigung des Hohlkastens unter der Fahrbahn der Brücke vereinbart. Per Fahrrad gegen den Wind und über die alte Brücke erreichten die Harmonieler den kleinen Yachthafen, wo  Wolfgang Zillien, der für das Gesamtprojekt verantwortliche Leiter, anschaulich  die Dimensionen der Ende der 90er Jahre begonnenen Baumaßnahmen mit der Verlegung von Versorgungsleitungen, der aufwendigen  Umgestaltung des Kreuzungsbereichs der vielbefahrenen Bundesstraßen 9 und 47 und letztlich des im Jahr 2005 begonnenen und 2008 fertiggestellten Baus der zweiten Rheinbrücke, erläuterte.  70 Millionen Euro ließ sich die Bundesrepublik  Deutschland die Gesamtbaumaßnahme kosten, 17 Millionen entfallen davon auf den Bau der Rheinbrücke.
 
Erstaunlich geräumig geht es im Innern des Hohlkastens unter der Fahrbahn zu.  Etwa 15 Meter über dem mittleren Wasserspiegel des Rheins erfuhr die Besuchergruppe, dass massive Stahlseile ein Durchhängen der Brücke verhindern. 60 Zentimeter dehnt sich die Brücke temperaturbedingt aus oder zieht sich zusammen. Deshalb   ist sie an beiden Seiten des Rheins auf Edelstahlplatten gelagert, die die Verschiebungen bei einem Druck von jeweils 4.400 Tonnen aufnehmen.
 
Auf der hessischen Seite der Brücke wieder an das Tageslicht gelangt, staunten die Harmonieler darüber, dass die bisherige im Jahr 1953 fertiggestellte Brücke die erste im „Freivorbauverfahren“  erbaute Brücke dieser Größenordnung in der Welt war. Bürstadts Heimatforscher Theo Held, ältester Teilnehmer, der mit Bravour auch die Leiterpassagen in der Brücke meisterte, berichtete mit Unterstützung von Bruno Gündling, dem Leiter des Bürstädter Heimatmuseums, an Hand von Fotografien über die Geschichte der Rheinbrücken, angefangen von der Schiffsbrücke im 19. Jahrhundert, der ersten festen Rheinbrücke,  deren Zerstörung einschließlich der Zerstörung des Brückenturms, der Pontonbrücke der Amerikaner bis hin zur 1953 mit großem Anteil der Bürstädter Bevölkerung eingeweihten jetzt „alten Brücke“.  Nach einer Einkehr in einem am Rhein gelegenen Biergarten wurde mit Rückenwind die Heimfahrt nach Bürstadt angetreten.
MGV Harmonie 1899 Bürstadt e.V.
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